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Die Publikation «Abtreibung ist keine Privatsache» des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes befasst sich mit der eidgenössischen Volksinitiative, die verlangte, Schwangerschaftsabbrüche weitgehend aus der obligatorischen Krankenversicherung auszuschliessen. Damit sollten Abbrüche zu einer allein privat zu tragenden Angelegenheit werden.
Der Text zeigt, dass ein Schwangerschaftsabbruch nicht nur eine persönliche Entscheidung ist, sondern immer auch gesellschaftliche, soziale und ethische Dimensionen hat. Viele Abbrüche stehen im Zusammenhang mit belastenden Lebenssituationen. Eine Privatisierung der Kosten würde für betroffene Frauen zusätzliche Hürden schaffen und könnte dazu führen, dass medizinisch notwendige Eingriffe aus finanziellen Gründen verzögert oder unterlassen werden.
Aus theologischer Perspektive bleibt das Gebot zum Schutz des Lebens bedeutsam. Gleichzeitig anerkennt der Kirchenbund die schwierigen Situationen, in denen das Leben oder die Lebensperspektive der Frau gefährdet sein kann. Die Publikation betont, dass Abbrüche nicht durch Strafmassnahmen verhindert werden sollten, sondern durch Unterstützung, Beratung und gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die ein Leben mit Kindern ermöglichen.
Der SEK spricht sich für eine solidarische Finanzierung und eine verantwortungsvolle gesellschaftliche Haltung aus. Die Publikation wurde im März 2012 vom Rat des SEK genehmigt und versteht sich als Beitrag zu einer menschenwürdigen, differenzierten Debatte.

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