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Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS) hat 2020 die Publikation «Ansteckungen» veröffentlicht. Die Autorinnen und Autoren Luca Baschera, Bettina Beer und Frank Mathwig beleuchten die Pandemie als theologisches Ereignis und fragen, was sie über das Menschsein, die Gesellschaft und den Glauben offenbart.
Die Publikation zeigt: Die Corona-Krise ist nicht nur eine medizinische oder politische Herausforderung, sondern eine theologische Zumutung. Sie macht deutlich, dass Vulnerabilität – die menschliche Verletzlichkeit – der Normalfall ist, nicht die Ausnahme. Die Pandemie führt vor Augen, wie eng Leben, Beziehung und Bedrohung miteinander verflochten sind.
Im Zentrum steht die Frage, wie Menschen und Kirchen mit Krisen umgehen, ohne sich in Angst oder technologische Kontrollphantasien zu verlieren. Der Text interpretiert biblische Bilder wie die Wüste als Ort der Erprobung, aber auch der Hoffnung und Umkehr.
Die Autorinnen und Autoren kommen zum Schluss, dass die Pandemie kein göttliches Urteil ist. Sie ist eine Unterbrechung, die Gelegenheit zur Prüfung und Neuorientierung bietet. Christlicher Glaube bedeutet in diesem Kontext nicht die Verdrängung von Angst, sondern das Vertrauen auf Gottes Nähe mitten in der Krise.
Die EKS lädt mit dieser Publikation zu einer theologischen Reflexion über Verletzlichkeit, Verantwortung und Gemeinschaft in Zeiten globaler Unsicherheit ein.
PDF herunterladen: Ansteckungen – Die Corona-Pandemie aus theologischer Sicht

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