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Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund SEK legt mit «Faire Spitzenlöhne? Für mehr Masshaltung und Mitbestimmung» einen Diskussionsimpuls zur Frage gerechter und verhältnismässiger Spitzenlöhne vor. Ausgangspunkt ist die öffentliche Debatte über hohe Entschädigungen von Verwaltungsratspräsidien und Mitgliedern der Geschäftsleitungen ausgewählter Schweizer Unternehmen.
Die Publikation entstand im Zusammenhang mit dem Open Forum Davos 2007. Eine erste Fassung wurde dort präsentiert und stiess auf grosse Resonanz. Die überarbeitete Broschüre nimmt diese Diskussion auf und fragt, wie Spitzenlöhne aus theologisch-ethischer und politisch-ökonomischer Sicht beurteilt werden können.
Im Zentrum steht die Frage nach dem rechten Mass. Das Dokument verbindet die Diskussion über hohe Managerlöhne mit grundsätzlichen Fragen von Reichtum, Armut, gerechter Verteilung, sozialem Frieden, Verantwortung, Transparenz und Mitbestimmung. Dabei wird betont, dass unverhältnismässige Einkommensspannen innerhalb eines Unternehmens nicht nur eine ökonomische, sondern auch eine ethische Herausforderung darstellen.
Das Dokument behandelt unter anderem folgende Themen:
Die Autorinnen und Autoren zeigen, dass die Frage fairer Entlöhnung nicht allein mit Marktmechanismen beantwortet werden kann. Aus christlicher und sozialethischer Perspektive stehen auch Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft, Masshaltung, Gerechtigkeit und die soziale Verpflichtung von Eigentum im Vordergrund. Spitzenlöhne müssen deshalb nicht nur rechtlich möglich, sondern auch gesellschaftlich verantwortbar und öffentlich nachvollziehbar sein.
Die Publikation plädiert für mehr Transparenz, stärkere Mitbestimmung und freiwillige Begrenzungen. Unternehmen sollen ihre Entschädigungspolitik verständlich offenlegen, Aktionärinnen und Aktionäre stärker einbeziehen und branchenspezifische Verhaltenskodizes entwickeln. Zugleich wird die Sicherung von Mindestlöhnen oberhalb der Armutsgrenze als Teil einer verantwortlichen Lohnpolitik benannt.
«Faire Spitzenlöhne?» bietet Orientierung für die öffentliche Debatte über Managerlöhne, Lohngerechtigkeit und wirtschaftliche Verantwortung. Die Broschüre richtet sich an Personen in Kirche, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, die sich mit der Frage befassen, wie unternehmerischer Erfolg, soziale Verantwortung und gerechte Entlöhnung zusammengehören.
Das vollständige Dokument als PDF lesen: Hoppe et al – Faire Spitzenlöhne. Für mehr Masshaltung und Mitbestimmung. SEK Impuls 5.pdf
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