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Geht die Liebe auf Stand-By?

16. September 2026

Dieser Artikel ist der dritte Teil einer Reihe zum Thema Heterofatalismus, die sowohl bei Reflab wie auch hier auf dem EKS-Blog erscheint. Heterofatalismus bezeichnet die Auffassung, dass heterosexuelle Beziehungen für Frauen nachteilig bis sogar lebensgefährlich sind, und die daraus entstandene Bewegung, dass manche Frauen solche Beziehungen nicht mehr suchen.

Hetero… was?

Wenn ich in diesen Tagen erzähle, dass ich den Mut gefasst habe und gerade etwas zu «Heterofatalismus» schreibe, kommt meist die Rückfrage: «Hetero… was bitte?» Ich erkläre den sperrigen Begriff dann so:

Heterofatalismus ist so etwas wie eine weibliche Komplettresignation vor Partnerschaften mit Männern.

Wenn das Gespräch dann weitergeht, werden die fürchterlichen Männer-Gewalt-Geschichten der letzten Monate schnell als schlimme, einzelne Normabweichungen verurteilt. Dass es sich um Normverlängerungen dessen handeln könnte, was vielen Männern immer noch – oder wieder neu – als männlich gilt, kommt kaum in den Blick.

Hetero… fatalistisch

Die feministisch ermöglichte und vielfältig erweiterte Kritik an traditionellen, heterosexuellen Paarbeziehungen ist noch längst nicht überall angekommen. Und sie wird es auch nicht, schon gar nicht in bestimmten Sphären der Männerwelt. Das jedenfalls glauben die Frauen, die sich als heterofatalistisch bezeichnen. Mit Kritik am «System Männer» – also an männlicher Sozialisation, patriarchalen Strukturen oder männlicher Natur – sind sie durch.

Sie haben die Hoffnung aufgegeben, dass Männer zu liebevollen Paarbeziehungen fähig werden, in denen Frauen gleichberechtigt, gesund, lebendig und frei sind.

Sie denken die Zukunft unserer Gesellschaft ohne heteroromantische Partnerschaften.

Wie ich es mir nicht länger zurechterklären will

Pessimistische Haltungen gegenüber heterosexuellen Liebes- und Paarbeziehungen habe ich selbst viel zu lange als absurd, radikal, extrem und schrill abgetan. Ich erklärte sie mir und anderen als ideologisch getrieben, als feministische Rebellion gegen Gottes Liebesordnungen und säkularen Abfall von den christlichen Werten, die unsere Gesellschaft möglich gemacht und zum Blühen gebracht haben.

Lieblos im Namen der Liebe

Mir war die Liebe Gottes, wie sie sich besonders in heterosexueller Liebe ausdrückt, persönlich und theologisch heilig. Vermutlich um sie zu schützen, habe ich mich nicht dafür interessiert, was es für Frauen bedeuten kann, in Paarbeziehungen zu leben, die um die Ansprüche und Bedürfnisse von Männern herum normiert und organsiert sind. Das kommt mir nachträglich lieblos vor.

Auf welch vielfältige Weise Frauen die Verliererinnen sein können, wenn sie etwa eine Ehe eingehen, das haben Manuels und Stefanies Beiträge in Erinnerung gerufen. Beide versuchen, die notwendige Erschütterung zu verbreiten: Ausgerechnet und gerade in heterosexuellen Paarbeziehungen droht Frauen schlimmste bis tödliche Gewalt.

Wer den daraus entstehenden Pessimismus immer noch ideologisch erklären will, dem ist vorerst nicht zu helfen.

Wenn sich reale Erfahrungen zu einer kulturellen Stimmung verdichten

Genauso ungenügend wäre es, Heterofatalismus auf einen gerade angesagten Social-Media Hype zu reduzieren. Freilich: Es sind wesentlich Online-Gemeinschaften, in denen das Thema diskutiert wird. Und Online-Diskurse folgen eigenen Übertreibungslogiken. Sie bilden häufig nicht das Leben in der realen Welt ab.

«Was wäre, wenn die einzigen, die sich tatsächlich den Kopf über Heteropessimismus zerbrechen, nur eine kleine Gruppe von „Extremely Online“-Autor:innen und Doktorand:innen wären?»

So fragte Arwa Mahdawi Ende Juni im Guardian

Es gibt noch keinerlei belastbare Daten dazu, wie viele Frauen (und Männer) tatsächlich heterofatalistische Überzeugungen teilen. Ob sich Heterofatalismus als soziopsychologische Beschreibung der Gegenwart eignen wird, ob sich daraus eine kulturelle Dynamik entwickelt, kann niemand sagen.

Und doch: Es geht um mehr als einen aufmerksamkeitsheischenden Begriff.

Heterofatalismus kann als eine kulturelle Stimmung verstanden werden, in der sich reale Erfahrungen verdichten, die Frauen mit Männern und deren Verhalten in Beziehungen machen.

Für diejenigen, die sich erst anfangen mit dem Thema zu beschäftigen, mag die folgende Gruppierung erhellend sein:

a) Lebenshemmende Erfahrungen von Ungleichheit

Die Frau organisiert den Haushalt, die Kinder, die ganze Alltagslogistik, während der Mann dabei lediglich hilft. Diese praktische Last geht einher mit einer mentalen Bürde: Die Frau ist zuständig dafür, überhaupt zu wissen, was alles getan werden muss. Sie erinnert, plant, antizipiert – am Ende gar noch für den Mann.

Auch die Arbeit an der emotionalen Stabilität der Beziehung liegt grösstenteils bei ihr. Beim Sex läuft das Skript ebenfalls eher zugunsten männlicher Lusterfüllung. Das ganze Wissen und die Verantwortung rund um Verhütung sind hauptsächlich Frauensache. Und durch die Geburt eines Kindes wird ihr Leben unverhältnismässig mehr auf den Kopf gestellt als seines, vor allem hinsichtlich persönlicher, beruflicher und finanzieller Weiterentwicklung.

b) Enttäuschung des Gleichheitsversprechens

Trotz aller Mühe und Beziehungsarbeit gelingt es dem Mann nicht, das gegenseitige Versprechen von Gleichheit und Gleichberechtigung zu leben. Gerade, wenn sich diese Erfahrung einnistet oder gar in einer neuen Beziehung wiederholt, kann Enttäuschung in Resignation übergehen.

c) Lebenszerstörende Erfahrungen von Gewalt

Auf subtile Weise versucht ein Mann seine Dominanz zu behaupten, indem er sich zurückzieht, die Frau beschuldigt, ihr Leben abwertet oder sabotiert. Diese Sanktionierung weiblicher Autonomie geschieht häufig dann, wenn Frauen privat unabhängiger und beruflich erfolgreicher werden.

Offen zeigt sich Gewalt in Drohungen, Einschüchterungen und Kontrollverhalten von Männern. Wie schlimm es ist, wenn im Nahbereich von Vertrauen, Geborgenheit und Intimität körperliche und sexuelle Gewalt erfahren wird, haben Stefanie und Manuel beschrieben.

Hoffnungslose Atmosphäre

Dass sich solche Erfahrungen, wenn sie geteilt und bearbeitet werden, zu einer Atmosphäre voll Enttäuschung, Frustration, Pessimismus, Wut und Verzweiflung verdichten, liegt auf der Hand. Damit eine fatalistische Atmosphäre entsteht, braucht es aber einen Sprung, den man sich mit folgenden Statements klarmachen kann:

  • «Frauen leisten in heterosexuellen Paarbeziehungen durchschnittlich mehr unbezahlte und ungesehene Sorgearbeit.» Das ist eine empirisch belastbare Aussage über soziale Strukturen.
  • «Mein Partner überlässt mir immer wieder die Sorgearbeit.» Das ist eine Aussage über eine konkrete Beziehung.
  • «Männer sind wegen ihrer Sozialisation typischerweise schlecht darin, verantwortlich Sorgearbeit zu übernehmen.» Das ist eine generalisierende sozialpsychologische Erklärung.
  • «Heterosexuelle Paarbeziehungen können niemals gleichberechtigt geführt werden.» Das ist eine fatalistische Aussage, die aus den vorangehenden Aussagen gefolgert wird. Jetzt ist alle Hoffnung raus.

Die fatalistische Stimmung positiv verstehen?

Manuel und Stefanie wollen sich mit dieser Hoffnungslosigkeit nicht abfinden. Manuel hält der düsteren Stimmung ein trotziges Hoffen auf die Liebe entgegen. Er ist nicht bereit, den männlichen Gewalttätern das Trümmerfeld der Liebe zu überlassen, indem «wir aus ihren Taten den Schluss ziehen, gesunde heterosexuelle Beziehungen auf Augenhöhe seien eine Illusion».

Stefanie will die Hoffnung auf die Liebe ebenfalls nicht aufgeben. Die Männer gilt es nicht abzuschreiben, sondern in die Pflicht zu nehmen: «Es ist Aufgabe der Männer, eine Welt zu schaffen, in der weibliches Vertrauen wieder vernünftig sein kann.»

Ich sehe gute Gründe, die fatalistische Stimmung bezüglich heterosexueller Liebe erst einmal auszuhalten, ja, sogar zu begrüssen, bevor wir hoffend dagegenhalten.

Damit – das ist mir hier ganz wichtig – meine ich in keiner Weise, dass wir uns abfinden sollten mit den sexistischen, frauenverachtenden und gewaltbegünstigenden Bedingungen, unter denen heterosexuelle Partnerschaften stattfinden.

Ein solcher Fatalismus ginge unfeministisch auf Kosten der Frauen. Er verdeckt und blockiert die vielen Möglichkeiten zur Veränderung heterosexueller Beziehungskultur.

Darauf hat der Erfinder des Begriffs «Heterofatalismus», der Literatur- und Sexualitätswissenschaftler Asa Seresin, bereits in seinem ursprünglichen Essay über Heteropessimismus aufmerksam gemacht. Wie aber lässt sich Heterofatalismus positiv verstehen?

Zeitgeistige Erholung von der Hetero-Erschöpfung

Ich knüpfe an eine Idee von Kirstine Fratz an, die sie in einem gemeinsamen Podcast zum Thema «Wie wollen wir denn lieben?» einspielte. Sie schlug vor, den Zeitgeist in Sachen Liebe als Erlaubnis zu verstehen, dass wir uns von unseren Paarbeziehungen erholen dürfen.

Dass Frauen diese Erholung durch ihre persönliche Geschichte nötig haben, hat – neben vielen anderen – Nele Sophie Karsten im Mai im Süddeutsche Zeitung Magazin eindrücklich und persönlich beschrieben:

«Frauen sind männermüde.»

Die Männer-Gewalt-Geschichten fressen die letzten weiblichen Energien auf, um Liebe unter patriarchalen Bedingungen zu suchen, zu gestalten, auszuhalten, zu kritisieren oder für sie zu kämpfen in der Hoffnung auf Transformation.

Vor fast 25 Jahren schrieb bell hooks in ihrem Buch „liebe lernen“:

«Wie enttäuscht Frauen von Männern sind, nimmt die Öffentlichkeit nur selten wahr.»

Hat sich da der gesellschaftliche Wind gedreht? Ich finde es gut, dass Frauen ihre Hetero-Fatigue heute resigniert akzeptieren und ihren Heterofatalismus propagieren dürfen. Wie sonst soll für die Betroffenen eine Atmosphäre entstehen, in der sie sich erholen können – nur schon dadurch, dass sie sich einigermassen sicher fühlen?

Warum ausgerechnet jetzt?

Im Heterofatalismus vergrundsätzlicht sich die jahrzehntelang geübte, feministische Kritik an der Liebe zwischen Frau und Mann. Vielleicht kommen die Anliegen nur so zur Geltung. Denn die Beharrungskräfte, mit denen sich dominanzzentrierte Männerbilder behaupten, sind in den letzten Jahren immer stärker geworden. Ausserdem werden Hochzeiten prominent inszeniert und zelebriert.

Diese Spreizung unserer Gesellschaft hat auch mit unterschiedlichen Erfahrungen zu tun: Menschen verlieben sich, begehren einander und erleben innerhalb heterosexueller Paarbeziehungen, was Liebe sein und schaffen kann. Andere erleben genau das Gegenteil. Social Media macht aus solchen Erfahrungen jeweils kollektive Archive, die nicht mehr zusammenfinden.

Aber heterofatalistische Haltungen verbreiten sich nicht nur, weil der Feminismus unvollendet ist, sondern gerade, weil er erfolgreich war.

Die Emanzipation der Frauen hat den Haufen an gesellschaftlichen Motiven und Zwängen zur Ehe abgetragen. Damit richten sich die Erwartungen in gesteigerter Weise an die Paarliebe selbst. Sie soll nun vor allem der Ort sein, an dem sich das Versprechen auf Gleichheit der Geschlechter erfüllt. Sind Enttäuschung, Erschöpfung und Resignation heute das Ergebnis einer Erwartungsüberfrachtung der Liebe? Vielleicht, aber nicht nur. Das weibliche Erdulden und Erleiden fand ja statt, lange bevor die feministische Kritik aufkam.

Die Frage «warum jetzt» trägt in sich immer das unerklärliche «wie konnten die das so lange aushalten?».

Heilsamer Fatalismus auf persönlicher Ebene?

Ob heterofatalistische Einstellungen und Lebensentwürfe für die betreffenden Personen langfristig heilsam und erfüllend sind, da bin ich eher skeptisch. Ich spüre hier ein ähnliches Unbehagen wie das, was Eva Illouz zu ihrem starken Buch «Warum Liebe wehtut» animierte:

«… daß die feministische Revolution – die nicht nur nötig und heilsam war, sondern auch unvollendet ist – die männliche und weibliche Sehnsucht nach Liebe und Leidenschaft nicht hat erfüllen können.»

Ähnliches hat Asa Seresin im Heterofatalismus, den er anfangs noch als einen Pessimismus beschrieb, beobachtet:

«Heteropessimismus besteht aus performativen Distanzierungen von der Heterosexualität, die sich in der Regel in Form von Bedauern, Verlegenheit oder Hoffnungslosigkeit hinsichtlich heterosexueller Erfahrungen äußern.»

Die fatalistische Haltung gegenüber der Heterosexualität führt zu einer meist auf Social Media inszenierten Distanzierung. Für die meisten, so Seresin, geht damit aber kein Ende heterosexueller Beziehungen einher. Die Sehnsucht, einen Mann zu lieben und von ihm geliebt zu werden, erlischt nicht.

Das fatalistische Moment verstärkt sich hier. In unzähligen Memes und Statements sagen Frauen selbstironisch: Leider bin ich heterosexuell. Es ist ihnen bedauerlich und peinlich, einen männlichen Partner zu haben. Für Seresin liegt darin das tragische Paradox:

Der Heterofatalismus kann mit Heterosexualität nicht leben, aber auch nicht ohne sie.

Prophylaktischer Fatalismus auf gesellschaftlicher Ebene

Vielleicht durchlaufen wir gesellschaftlich eine Phase, in der heterosexuelle Partnerschaften eher kritisch diskutiert, pessimistisch empfunden und fatalistisch gelebt oder eben auch nicht gelebt werden.

Als würde die zwischengeschlechtliche Liebe in einen kulturellen Standby-Modus gehen. Das müssen wir genauso aushalten wie die dystopisch klingenden Prognosen einer Welt ohne leidenschaftliche Liebe zwischen Frauen und Männern.

Was bei der Durchquerung dieser Zeit helfen könnte, ist ein Phänomen, das theologisch als prophylaktische Apokalyptik bekannt ist: Der Untergang der Welt wird derart drastisch prophezeit, dass Menschen anfangen, Apfelbäumchen zu pflanzen (so hat man es dem Reformator Martin Luther immer wieder in den Mund gelegt).

Ich kann mir vorstellen, dass heterofatalistische Zukunftsbilder vorbeugende Funktion haben. Sind nicht die besten Untergangsprophetien diejenigen, die sich als falsch erweisen, gerade weil wir sie ernstgenommen haben?

Für mich beginnt da die Hoffnung mitten im Fatalismus zu funkeln.

«Mut zur Hoffnungslosigkeit» (Slavoj Žižek)

Heteropessimismus und -fatalismus ernst nehmen braucht Mut, die altvertrauten, aber enttäuschten Hoffnungen entschieden als Teil des Liebesproblems zu identifizieren und loszuwerden. Zwei Beispiele mögen genügen:

Die (falsche) romantische Hoffnung: Wenn wir uns nur wirklich lieben, wird alles gut

Nein, für viele Menschen hat sich das als trügerisch erwiesen. Die Liebe wird es nicht einfach richten zwischen Mann und Frau. Und der Aufruf, um der Liebe willen zu leiden, hat schlimmes Leid über Frauen gebracht. Wenn ich Stefanies Beitrag recht verstehe, dann empfindet sie an dieser Stelle Unbehagen: Es ist momentan nicht die Aufgabe der Frauen, Vertrauen und Hoffnung für die heterosexuelle Liebe zusammenzukratzen.

Die (falsche) Fortschrittshoffnung: Mit jeder neuen Generation werden die patriarchalen Reste weniger

Da müssen wir jetzt gar nicht in die frauenverachtende Manosphere eintauchen, um uns klarzumachen: lieblose Vorstellungen von Männlichkeit, frauenfeindliche Beziehungsmuster und Webgeflechte der Ungleichheit sozialisieren sich nicht von allein aus der Welt.

So gesehen entwickelt der Heterofatalismus nicht nur desillusionierende, sondern sogar entfatalisierende Kräfte. Weil uns bewusst wird:

Vieles von dem, was als Liebe gilt, hat aufgehört Liebe zu sein. Es ist nicht einfach Liebe, sondern eine historisch gewachsene und kulturell organisierte Version davon. Und wenn dem so ist, dann können wir sie auch ändern.

Liebe auf Stand-By heisst verhoffen

Was müssen wir wie verlernen, wie entwickeln wir eine Ethik der Liebe, die uns transformierte oder ganz neue Formen heterosexueller Liebe finden, lernen und leben hilft?  Am Ende meiner Annäherungen an den Heterofatalismus spüre ich den Drang, meine diffusen Hoffnungen auf die Liebe gerinnen und konkret werden zu lassen. Aber angesichts von Gewaltgeschichten, die einem den Atem verschlagen, will ich die kulturelle Standby-Phase auch hier bewusst offenhalten.

Das ist nichts anderes als zu verhoffen. Dieses alte Wort aus der Jägersprache trägt noch den ursprünglichen Sinn von hoffen: «stehen bleiben, um zu horchen, zu lauschen, Witterung zu nehmen … Richtung zu gewinnen.»

So fand ich es bei Byung-Chul Han (Der Geist der Hoffnung, S. 14).

Liebe auf Stand-By gehen lassen und gerade als Mann erst mal auf Tuchfühlung gehen. Frauen und Männer, die einander leise fragen und miteinander ahnen: Wo könnte die Liebe hinwollen? Für Nele Sophie Karsten ein «romantisches Projekt».

Literatur und links

Eva Illouz: Warum Liebe weh tut. Eine soziologische Erklärung, Frankfurt: Suhrkamp Verlag 2012.

Byung-Chul Han: Der Geist der Hoffnung. Wider die Gesellschaft der Angst, Berlin: Ullstein 2024.

Nele Sophie Karsten: Heterofatalismus. Wie soll ich einen Mann lieben? Süddeutsche Zeitung Magazin Heft 21/26. URL: https://www.sueddeutsche.de/magazin/leben-und-gesellschaft/heterofatalismus-beziehung-leben-ohne-mann-single-frauen-li.3483291?reduced=true

Asa Seresin (09.10.2019): On Heteropessimism. Heterosexuality is nobody’s personal problem. URL: https://thenewinquiry.com/on-heteropessimism/

Arwa Mahdawi (30.06.2026): Is Heterosexuality hopeless? URL: https://www.theguardian.com/commentisfree/2026/jun/30/is-heterosexuality-hopeless

Eva Kingreen (14.06.2026): Heterofatalismus: Ist es wirklich peinlich geworden, einen Freund zu wollen? URL: https://www.hna.de/welt/heterofatalismus-ist-es-wirklich-peinlich-geworden-einen-freund-zu-wollen-zr-94347395.html

Eva Goldbach (15.06.2026): Was ist Heterofatalismus? Warum junge Frauen keine Lust mehr auf Beziehungen mit Männern haben. URL: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/warum-junge-frauen-keine-lust-mehr-auf-beziehungen-mit-maennern-haben-heterofatalismus-erklaert-accg-200909254.html

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