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Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) legt mit der Studie «Gerechtes Haushalten und faires Spiel» eine umfassende theologisch-ethische Auseinandersetzung mit den Finanz- und Wirtschaftskrisen der Jahre 2008 und 2010 vor. Die Publikation verbindet eine detaillierte Analyse der wirtschaftlichen Ursachen und Zusammenhänge mit einer ethischen Reflexion aus evangelischer Perspektive.
Die Studie wurde vom Rat des SEK am 10. Juni 2010 verabschiedet und von Hella Hoppe und Otto Schäfer verfasst. Sie reagiert auf die globalen Verwerfungen der Finanzmärkte sowie auf die sozialen, politischen und menschenrechtlichen Folgen wirtschaftlicher Krisen.
Die Publikation untersucht:
die Ursachen, Dynamiken und Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrisen von 2008 und 2010
die Rolle der Finanzmärkte, staatlicher Regulierung und internationaler Institutionen
die Auswirkungen wirtschaftlicher Krisen auf Menschenrechte, insbesondere auf benachteiligte Bevölkerungsgruppen
grundlegende Werte einer Ethik des Finanzsystems wie Verantwortung, Gerechtigkeit, Solidarität, Partizipation und Nachhaltigkeit
Unter welchen Bedingungen ist wirtschaftliches Handeln sachgerecht und menschengerecht?
Welche Verantwortung tragen Staaten, Finanzakteure und Institutionen im globalen Wirtschaftssystem?
Wie lassen sich Freiheit und Verantwortung in der Finanzwirtschaft ethisch austarieren?
Welche Spielregeln braucht eine Wirtschaftsordnung, die dem Gemeinwohl dient?
Die EKS versteht Wirtschaft als gemeinschaftliches Haushalten in einem globalen Haus, das auf faire Regeln angewiesen ist. Finanzmärkte sollen dem Leben dienen und nicht umgekehrt. Ziel der Studie ist es, ethische Orientierung für eine Wirtschaftsordnung zu geben, die soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und menschliche Würde ernst nimmt.

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