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Menschenwürde in der Krise

11.Feb. 2021

Ein Plädoyer an Politik und Gesellschaft zum Umgang mit Menschen in Langzeitinstitutionen in der Coronapandemie

Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS) hat während der Corona-Pandemie mit der Stellungnahme „Menschenwürde in der Krise“ eine klare ethische Orientierung veröffentlicht. Der Text wurde vom Rat der EKS am 11. Februar 2021 genehmigt und von Frank Mathwig, Theologe und Ethiker, verfasst.

Im Zentrum steht die Frage, wie Schutzmassnahmen mit der Wahrung der Menschenwürde vereinbar bleiben, insbesondere für Menschen, die in Alters-, Pflege- und Langzeitinstitutionen leben. Die Publikation macht deutlich, dass die Pandemie nicht alle gleich betrifft – und dass Einschränkungen der Freiheit für vulnerable Personen gravierende Folgen für ihre Lebensqualität, ihre Autonomie und ihr Recht auf Beziehung haben.

Zentrale Anliegen

  • Menschen in Langzeitinstitutionen dürfen nicht zu ihrem eigenen Schutz isoliert werden.

  • Freiheitsrechte müssen individuell begründet und rechtlich überprüfbar eingeschränkt werden.

  • Kirchliche Seelsorge ist ein unverzichtbarer Ausdruck praktischen Würdeschutzes.

  • Staatliche und gesellschaftliche Solidarität sind gefordert, um das Wohl der Schwachen zu sichern.

Der Text ist ein ethisches Plädoyer für eine differenzierte, lebensnahe Politik und Praxis, die das Recht auf Begegnung, Kommunikation und spirituelle Begleitung auch in Krisenzeiten gewährleistet.

Eine deutsche Version in Leichter Sprache ist ebenfalls verfügbar und erklärt die wichtigsten Gedanken des Dokuments in klarer, verständlicher Sprache.

PDF herunterladen: Menschenwürde in der Krise

PDF in Leichter Sprache herunterladen: Gleiche Freiheit für Alle

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