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Wie kann der Staat über Glauben urteilen?
Mit dieser Frage beschäftigt sich der Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) in seiner aktuellen Position zur religiösen Konversion im Asylverfahren. Der Text beleuchtet die komplexe Schnittstelle zwischen persönlicher Glaubensüberzeugung, staatlichem Prüfverfahren und rechtlicher Verantwortung.
Die Autoren Frank Mathwig und David Zaugg analysieren die theologischen und rechtsethischen Herausforderungen, die entstehen, wenn religiöse Überzeugungen im Rahmen von Asylverfahren bewertet werden. Sie zeigen auf, dass Glaube kein überprüfbares Faktum, sondern ein existenzieller Ausdruck menschlicher Identität ist – und daher besonderen Schutz verdient.
Im Fokus der Position stehen:
die Verbindung von Theologie, Recht und Politik,
das Verständnis von Konversion als Prozess und nicht als einmaliges Ereignis,
sowie die Bedeutung von Glaubensfreiheit und Menschenwürde im Asylwesen.
Der Rat der EKS fordert eine differenzierte und menschenwürdige Praxis im Umgang mit religiösen Konversionen. Das Positionspapier bietet Orientierung für kirchliche Mitarbeitende, Behörden, Juristinnen und alle, die sich mit der Schnittstelle von Religion und Recht auseinandersetzen.

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