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Vom 6. bis 15. Oktober 2026 reisen EKS-Präsidentin Rita Famos und Martin Hirzel, Leiter Aussenbeziehungen, nach Paraguay und Argentinien. Im Zentrum der Reise stehen die Beziehungen zur Iglesia Evangélica del Río de la Plata (IERP), einer Kirche reformierter und lutherischer Tradition mit Gemeinden in Argentinien, Paraguay und Uruguay. Die Delegation nimmt in Hohenau an der Synode der IERP teil, wo eine erneuerte Zusammenarbeitsvereinbarung unterzeichnet werden soll. Sie bildet die Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit in Bereichen wie theologischer und pastoraler Austausch, kirchliche Aus- und Weiterbildung sowie internationale Ökumene. In Hohenau treffen Rita Famos und Martin Hirzel zudem Vertreterinnen und Vertreter weiterer Mitgliedkirchen der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) in Lateinamerika. Rita Famos nimmt an diesem Austausch auch in ihrer Funktion als Präsidentin der GEKE teil.
Die Reise führt die EKS-Delegation auch in die argentinische Provinz Misiones, wo die gemeinsamen historischen Wurzeln der beiden Kirchen besonders sichtbar sind. Schweizer Auswanderinnen und Auswanderer prägten die Region seit dem 19. Jahrhundert, und für die kirchliche Begleitung der protestantischen Gemeinschaft engagierte sich bereits der damalige Schweizerische Evangelische Kirchenbund. 1943 wurde Pfarrer Gottfried Rohner nach Misiones entsandt, ein Jahr später entstand die Iglesia Evangélica Suiza, die seit 1995 Teil der IERP ist. Besuche in der Gemeinde Ruiz de Montoya sowie in den Bildungsinstitutionen Instituto Línea Cuchilla und Instituto Aborigen Bilingüe Takuapí geben Einblicke in die Verbindung von Bildung, Diakonie und kirchlichem Engagement. Insbesondere die Zusammenarbeit mit der indigenen Mbya-Guarani-Gemeinschaft zeigt, wie Kirche, Kultur und soziale Verantwortung miteinander verbunden werden.
Zum Abschluss stehen in Buenos Aires Gespräche mit dem Kirchenamt der IERP, der Fundación Protestante Hora de Obrar und der Red Ecuménica de Educación Teológica (REET) auf dem Programm. Dabei geht es um Themen wie soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte, ökologische Verantwortung, den Einsatz für indigene Gemeinschaften sowie die theologische Aus- und Weiterbildung. Die Reise verbindet damit Geschichte und Gegenwart einer über Jahrzehnte gewachsenen Beziehung. Mit der erneuerten Vereinbarung wollen EKS und IERP ihre Partnerschaft weiter vertiefen und neue Perspektiven für Begegnung, Austausch und gemeinsames kirchliches Engagement eröffnen.
Mehr Infos: https://ierp.org.ar/