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EKS vergibt wissenschaftliche Studie zu sexuellem und spirituellem Missbrauch

28. September 2026

Medienmitteilung vom 28. September 2026

Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS) lässt eine wissenschaftliche Studie zu sexuellem und spirituellem Missbrauch im Kontext der evangelisch-reformierten Kirche Schweiz durchführen. Mit der Studie beauftragt wurde ein Forschungskonsortium der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), Hochschule für Soziale Arbeit, und der Haute école de travail social Lausanne (HETSL).

 

Die Studie soll die unabhängige wissenschaftliche Aufarbeitung von sexuellem und spirituellem Missbrauch im Kontext der evangelisch-reformierten Kirche Schweiz ermöglichen. Sie macht die Erfahrungen und Perspektiven von betroffenen Personen und ihres Umfelds sichtbar, untersucht institutionelle und strukturelle Faktoren und fragt nach dem Zusammenhang von sexuellem und spirituellem Missbrauch. Auf dieser Grundlage sollen evidenzbasierte Empfehlungen für Prävention, Intervention, Anerkennung und Aufarbeitung entwickelt werden.

Die Untersuchung berücksichtigt die föderale Struktur der reformierten Kirchen in der Schweiz sowie die unterschiedlichen kirchlichen und staatskirchenrechtlichen Rahmenbedingungen. Vorgesehen sind unter anderem Interviews mit betroffenen Personen, Angehörigen und kirchlichen Mitarbeitenden, Expert:innen interviews, die Analyse institutioneller und historischer Einzelfälle sowie Fokusgruppen. Die Beteiligung betroffener Personen erfolgt freiwillig, vertraulich und traumasensibel.

Die wissenschaftliche Verantwortung für Methodik, Analyse, Schlussfolgerungen, Empfehlungen und die Endfassung des Berichts liegt beim Forschungskonsortium. Die EKS und eine Begleitgruppe unterstützen das Projekt beratend und stellen den Zugang zu relevanten kirchlichen Kontexten und Unterlagen soweit möglich sicher. Die Begleitgruppe nimmt keinen Einfluss auf die wissenschaftlichen Ergebnisse.

Die Studie beginnt im Oktober 2026. Der definitive Studienbericht soll im Frühjahr 2028 eingereicht und anschliessend öffentlich präsentiert werden.

Zum Forschungskonsortium

Die Studie wird von der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), Hochschule für Soziale Arbeit, Institut Kinder- und Jugendhilfe, in Kooperation mit der Haute école de travail social Lausanne (HETSL), LaReSS, durchgeführt. Das Konsortium verbindet Forschungserfahrung in den Bereichen institutionelle Gewalt, sexueller und spiritueller Missbrauch, partizipative Forschung sowie kirchliche und religiöse Kontexte.

Auskunft

Dr. Stephan Jütte
Leiter Kommunikation EKS
Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS
Tel. +41 31 370 25 24, +41 78 674 34 32
stephan.Juette@evref.ch

Cynthia Guignard
Beauftragte Projekt Schutz der persönlichen Integrität EKS
Tél. +41 31 370 25 33, +41 79 676 99 28
cynthia.guignard@evref.ch

Forschungskonsortium
Brigitte Müller, brigitte.mueller@fhnw.ch, +41 61 228 59 61 (vor dem 5. Oktober)
Clarissa Schär, Clarissa.schaer@fhnw.ch, +41 61 228 52 85 (ab dem 5. Oktober)