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Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz wählt ihre Spitze und eröffnet die Synode in Bulle (FR)

14. Juni 2026

Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) ist am Sonntag in Bulle (FR) zusammengetreten. Zum Auftakt der dreitägigen Versammlung standen der Eröffnungsgottesdienst mit der Einsetzung der neuen Synodalen und die Gesamterneuerungswahl der Kirchenleitung im Mittelpunkt. Für das Präsidium der EKS für die Amtsdauer 2027–2030 wurde Pfarrerin Rita Famos wiedergewählt.

Hier finden Sie Fotos der Synode 
Foto oben: Christoph Knoch, Bern

Gottesdienst und Eröffnung
Die Sommersynode 2026 begann mit einem Gottesdienst mit Einsetzung im «Temple de Bulle». Anschliessend eröffnete das Synodepräsidium unter der Leitung von Präsident Gilles Cavin im Espace Gruyère die Beratungen.

Die Synode ist das oberste Organ der EKS. Die Abgeordneten der Mitgliedkirchen entscheiden hier über die gemeinsamen Aufgaben der reformierten Kirchen in der Schweiz. Bis Dienstag beraten sie in Bulle über Wahlen, Finanzen, die öffentliche Rolle der Kirche sowie über Seelsorge, Diakonie und internationale Zusammenarbeit.

Gesamterneuerungswahl des Rates EKS 
Im Zentrum des ersten Sitzungstages stand die Wahl der Kirchenleitung für die Amtsdauer 2027–2030. Für das Präsidium der EKS stellte sich die bisherige Präsidentin Rita Famos zur Wiederwahl. Sie wurde mit 61 Stimmen von 63 Stimmen (zwei Enthaltungen) gewählt.

«Mit Freude und Enthusiasmus stelle ich auch meine letzte berufliche Etappe in den Dienst meiner Kirche. Mit Ihnen allen setze ich mich ein für eine verlässliche Kirche, die gegen innen geeint und gegen aussen sichtbar Gott und den Menschen dient.» — Rita Famos, Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz 

Für die sechs weiteren Sitze im Rat EKS lagen der Nominationskommission folgende Kandidaturen vor: Catherine Berger-Meier (AG), Pierre-Philippe Blaser (FR), Sandro Bugmann (SZ), Philippe Kneubühler (BEJUSO), Michel Rudin (BEJUSO) und Florian Schubert (NE). Sie wurden alle mit grosser Mehrheit wiedergewählt.

Grusswort aus dem Gastkanton 
Als Vertreter des Gastkantons richtete Bruno Marmier, Präsident des Grossen Rates des Kantons Freiburg, ein Grusswort an die Synode. Der grüne Politiker und Gemeindepräsident von Villars-sur-Glâne amtet 2026 als höchster Freiburger und hiess die Abgeordneten der reformierten Kirchen in Bulle willkommen. Ausgehend von der aktuellen Abstimmung über demografisches und wirtschaftliches Wachstum rief er dazu auf, die Botschaften der Bevölkerung ernst zu nehmen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Die Kirchen seien weiterhin wichtige Stimmen im öffentlichen Diskurs – besonders für Gerechtigkeit, Frieden, Solidarität, Migration, soziale Verantwortung und Zusammenhalt in einer zunehmend säkularen Gesellschaft.

Ausblick auf den Montag 
Am Montag setzt die Synode ihre Beratungen fort. Den Auftakt macht das Wort der Präsidentin Rita Famos. Auf der Traktandenliste stehen weiter die mögliche Assoziierung des Bundes Evangelisch-Lutherischer Kirchen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein (BELK), zwei neue parlamentarische Vorstösse zur öffentlichen Rolle und zur internen Zusammenarbeit der EKS sowie der Rechenschaftsbericht und die Rechnung 2025.

Fotos der Synode


Zur EKS-Synode 
Die Synode ist das oberste Organ der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS). In ihr beraten und entscheiden die Abgeordneten der 24 Mitgliedkirchen sowie der Evangelisch-methodistischen Kirche über die gemeinsamen Aufgaben der reformierten Kirchen in der Schweiz. Die Sommersynode 2026 findet vom 14. bis 16. Juni in Bulle (FR) statt.