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Vom 15. bis 17. September 2025 fand in Nyborg (Dänemark) die Konferenz ”Towards a Christian Citizenship in Europe” statt. Veranstaltet von der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) in Zusammenarbeit mit dem Nationalrat der Kirchen in Dänemark, brachte sie die Ökumenebeauftragten der Mitgliedkirchen der EKE und der nationalen ökumenischen Kirchenräte aus den europäischen Kirchen zusammen. Die EKS war durch ihren Leiter Aussenbeziehungen vertreten.
Die Tagung griff aktuelle sicherheitspolitische und gesellschaftliche Herausforderungen in Europa auf und fragte nach der Rolle der Kirchen in einem sich wandelnden politischen Umfeld. In Vorträgen, Panels und Arbeitsgruppen wurde diskutiert, wie christliche Gemeinschaften zur Gestaltung eines verantwortungsvollen und friedensfördernden gesellschaftlichen Engagements beitragen können – zwischen Loyalität zum Staat und dem Auftrag zur prophetischen Kritik.
Ein zentrales Anliegen der Tagung war die Erneuerung des Verständnisses von christlicher Verantwortung im öffentlichen Raum Europas. Das vom Nationalrat der Kirchen in Dänemark verfasste Whitepaper schlug dafür das Konzept einer dem Evangelium verpflichteten Verantwortung im gesellschaftlichen Leben vor – angelehnt an eine Formulierung von Basilius dem Grossen. Gemeint ist damit eine Haltung, die sowohl der himmlischen Berufung als Christin oder Christ als auch der irdischen Verantwortung als Bürgerin oder Bürger gerecht wird.
Die Konferenz beleuchtete zudem konkrete Kontexte: vom Krieg in der Ukraine über Spannungen in Armenien und Georgien bis hin zu Fragen der europäischen Verteidigungspolitik.
«Unsere Kirchen sind mit wachsender Säkularisierung und einem schrumpfenden öffentlichen Raum für Religion konfrontiert», betonte KEK-Generalsekretär Frank-Dieter Fischbach. «Christian citizenship heisst, für Menschenrechte und Religionsfreiheit einzustehen, eine öffentliche Theologie zu entwickeln und zur europäischen Integration als Friedensprojekt beizutragen.»
Die Stadt Nyborg – Gründungsort der KEK im Jahr 1959 – bot einen symbolträchtigen Rahmen für diese Debatten. Die Konferenz mündete in einen klaren Appell an die Kirchen, sich aktiv für eine gerechte und friedliche Zukunft Europas einzusetzen.
Aufgerufen, «verantwortungsbewusste Pilgerinnen und Pilger» zu sein