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Die Frauen- und Genderkonferenz wurde im Juni 1999 unter dem Namen Frauenkonferenz von der Synode gegründet. Die Delegierten sind Exekutivmitglieder und Fachpersonen aus den Mitgliedkirchen der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS sowie aus evangelischen und ökumenischen Frauenorganisationen und Werken. 2022 wurde der Name der Konferenz erweitert, um der thematischen Ausrichtung der Konferenz besser zu entsprechen.
Die Frauen- und Genderkonferenz ist eine Plattform für Weiterbildung, Austausch und Vernetzung zwischen der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, ihren Mitgliedkirchen und nahestehenden Verbänden und Organisationen für Frauen- und Genderfragen. Mittels thematischer Tagungen, Konsultationen und Publikationen tritt sie als evangelische Stimme in der Öffentlichkeit auf und setzt sich nachhaltig und mit ökumenischer Offenheit für geschlechtergerechte Demokratie im kirchlichen Kontext ein.
Fünf bis neun Frauen bilden einen Leitungsausschuss. Dieser besteht zur Zeit aus Sabine Scheuter (Präsidentin), Miriam Neubert, Kerstin Bonk, Yvonne Feri und Melanie Muhmenthaler. Die Frauen- und Genderkonferenz betrauert den Hinschied des Ausschussmitglieds Renate Grunder. Sie ist Ende Februar 2025 verstorben.
Die Frauen- und Genderkonferenz ist mit zwei Sitzen mit Antrags- und Rederecht in der Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz vertreten.
Montag 26. Oktober, 9h30-16h15, Haus der Kirche, Bern
Die Frauen- und Genderkonferenz der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS lädt zu einer Tagung ein, die sich mit der Frage beschäftigt: Wie bringen Frauen sowie andere bisher unterrepräsentierte Stimmen ihre Perspektiven in kirchenpolitischen Gremien hörbar und wirksam ein?
Im Zentrum steht die Überzeugung, dass Frauen und queere Menschen in der reformierten Kirche bereits heute über vielfältige theologische, politische und soziale Kompetenzen verfügen – und dass ihre Stimmen gestärkt werden sollen, um zu einer gerechten Kirche beizutragen
Die Tagung trägt dazu bei, Macht- und Entscheidungsstrukturen in der Kirche besser zu verstehen, Handlungsspielräume bewusst zu machen und konkrete Wege aufzuzeigen, wie Frauen sowie andere bisher unterrepräsentierte Stimmen sich stärker in kirchliche Gremien und Prozesse besser einbringen können.
Am Vormittag eröffnet Ursula Marti, Synodalrätin und Berner Grossrätin, die Tagung mit einem Referat über Macht, Strukturen und Zugänge in der Politik. Anschliessend diskutiert sie gemeinsam mit Andrea Coduri und Verena Mühlethaler auf einem Podium über persönliche Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolgsstrategien auf dem Weg zu mehr Einfluss und Mitgestaltung.
Am Nachmittag bieten drei Workshops Gelegenheit, einzelne Themen zu vertiefen: Lobbying in der Kirche, Sichtbarkeit in kirchlichen Gremien sowie Kommunikation als Schlüssel, um gehört zu werden und Wirkung zu entfalten.



Michèle Graf-Kaiser