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Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) hat die neue Sozialenzyklika «Magnifica Humanitas» von Papst Leo XIV., die sich mit den Herausforderungen der künstlichen Intelligenz und der Wahrung der Menschenwürde befasst, gewürdigt. Der Moderator des ÖRK‑Zentralausschusses, Bischof Prof. Dr. Heinrich Bedford‑Strohm, dankte dem Papst für diesen wichtigen Impuls und betonte, dass der rasante technologische Fortschritt zwar grosse Chancen eröffne, zugleich aber erhebliche Risiken berge. Die Entwicklung habe eine Dynamik erreicht, mit der die notwendigen Regeln für einen verantwortungsvollen Umgang bislang nicht Schritt gehalten hätten. Umso dringlicher sei eine breite globale Debatte über wirksame Schutzmechanismen für Freiheit und Menschenwürde, insbesondere gegenüber der wachsenden Macht grosser Daten‑ und Technologiekonzerne.
Auch der Generalsekretär des ÖRK, Pfarrer Prof. Dr. Jerry Pillay, unterstrich, dass der ÖRK die Potenziale von Technologie und künstlicher Intelligenz anerkenne, zugleich aber vor den ethischen, moralischen und spirituellen Herausforderungen warne. Technologie müsse dem Leben dienen und dürfe menschliche Arbeit, Werte und Würde nicht verdrängen. Die theologische Perspektive der Enzyklika mache deutlich, weshalb Kirchen ihre Stimme erheben und zur Unterscheidung der Chancen und Risiken beitragen sollten. Mit «Magnifica Humanitas» setze Papst Leo XIV. einen starken Akzent in einer Debatte, die das Menschenbild und die Gestaltung der gemeinsamen Zukunft berühre.
Mehr Informationen: ÖRK würdigt «Magnifica Humanitas»