Tag der Kranken 2026

5.02.2026

Der Tag der Kranken 2026 lenkt am 1. März den Blick auf Grunddimensionen menschlichen Lebens, die uns alle betreffen: Verletzlichkeit und Würde, die Sehnsucht nach Heilung und die Erfahrung, getragen zu sein. Krankheit, Beeinträchtigung oder hohes Alter machen sichtbar, was immer schon gilt: Der Mensch ist nicht souverän über sich selbst, sondern angewiesen auf andere. 

Viele Betroffene bringen ihren Wunsch heute mit zwei Worten auf den Punkt: «selbstbestimmt und eingebunden leben». Auf den ersten Blick stehen diese Begriffe in Spannung zueinander. Selbstbestimmung klingt nach Autonomie, Eingebundensein nach Abhängigkeit. Und doch beschreiben sie gemeinsam eine zutiefst menschliche Sehnsucht: als eigenständige Person ernst genommen zu werden und zugleich in tragenden Beziehungen zu leben. 

Zuerst wird das Thema «selbstbestimmt und eingebunden» theologisch entfaltet. Anschliessend zeigt eine Predigtskizze zu Mk 10,46–52, wie diese Spannung in einer biblischen Begegnung Gestalt gewinnt. Danach folgt eine Reflexion zum Abendmahl (1Kor 11,23–26), in der sichtbar wird, wie sich Selbstbestimmung und Eingebundensein im gemeinsamen Mahl verdichten. Abschliessend werden liturgische Texte bereitgestellt.

Liturgisch-homiletische Überlegungen zum Tag der Kranken 2026: «selbstbestimmt und eingebunden»