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Vom 4. bis 6. Juni 2026 traf sich die europäische Region der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) in Oradea (Rumänien) zum jährlichen Council. Vertreterinnen und Vertreter reformierter Kirchen aus ganz Europa kamen zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu beraten, theologische Fragen zu vertiefen und gemeinsame Perspektiven für die weitere Arbeit der WGRK zu entwickeln. Der Leiter Aussenbeziehungen der EKS, Pfr. Dr. Martin Hirzel, nahm in seiner Funktion als Vizepräsident der Region Europa im Steering Committee teil.
Im Zentrum des Treffens stand die erstmalige inhaltliche Auseinandersetzung mit der «Invitation to Persevere in Witness (2026–2032)», die den Rahmen für die zukünftige Programmarbeit der WGRK bis zur nächsten Generalversammlung bildet. Der Generalsekretär der WGRK, Philip Peacock, stellte den Stand des strategischen Prozesses vor und lud die Mitgliedkirchen und Regionen ein, sich aktiv in die weitere Vertiefung und Umsetzung einzubringen.
Einen wichtigen inhaltlichen Akzent setzten die theologischen Beiträge von Bischof Szabolcs János Bogdán (Rumänien) und Prof. Heleen Zorgdrager (Niederlande). Ausgehend vom Leitmotiv «Persevere in your witness» stand die Frage im Zentrum, wie reformierte Kirchen ihr Zeugnis in Europa heute verstehen und gestalten können. Dabei wurden insbesondere die Herausforderungen von Säkularisierung, gesellschaftlicher Pluralität und politischen Spannungen thematisiert. Zugleich wurde deutlich, dass die Aufgabe der Kirchen darin besteht, die «Zeichen der Zeit» zu deuten und daraus Konsequenzen für ihr Handeln abzuleiten.
Ein weiterer Schwerpunkt des Councils war die Auswertung der Generalversammlung 2025 in Chiang Mai. Dabei zeigte sich, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen globaler Ebene und den Regionen für die Umsetzung der gemeinsamen Beschlüsse ist. Die europäische Region bringt dabei eigene Erfahrungen ein, etwa im Umgang mit Migration, gesellschaftlichem Wandel und einer zunehmend pluralen Öffentlichkeit.
Das Treffen in Oradea machte deutlich, dass die WGRK ihre Programmarbeit als gemeinsamen Prozess versteht, in den die Mitgliedkirchen und Regionen aktiv eingebunden sind. Gleichzeitig bleibt die Frage nach dem reformierten Zeugnis in Europa angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen eine zentrale Herausforderung für die kommenden Jahre.
Bericht lesen: https://urc.org.uk/embrace-difference-resist-buzzwords-says-wcrc/